HAZ vom 21.07.2017

MTV Wassel hat Turnhallenbau nie bereut

Projekt hat 274 000 Euro gekostet / Große Party zum zehnjährigen Bestehen vom 28. bis 30. Juli

Die Turnhalle des MTV Wassel direkt am Feuerwehrgerätehaus besteht seit zehn Jahren.Fotos: Köhler
Die Turnhalle des MTV Wassel direkt am Feuerwehrgerätehaus besteht seit zehn Jahren.Fotos: Köhler
 

Sehnde. Als kleiner Verein eine eigene Sporthalle bauen? Der Männerturnverein (MTV) Wassel hat dieses Risiko vor einem Jahrzehnt gewagt – und nicht bereut. Möglich wurde das nur, weil der ganze Ort dahinterstand. Von Freitag bis Sonntag, 28. bis 30. Juli, wird das mit einer großen Party mit vielen Aktionen und Livemusik gefeiert.

Wohin mit den Versammlungen, Schießterminen, Winterschützenfesten und dem Musikzug der Ortsfeuerwehr? Das war die große Frage, als klar wurde, dass der Saal der Gaststätte an der Rethener Straße nach der Schließung 2001 auf Dauer von den neuen Besitzern nicht instand gehalten werden würde. Er war von 1912 bis 1980 Ort für alle sportlichen und gesellschaftlichen Ereignisse in Wassel. Eine Übernahme scheiterte an der Zustimmung der Besitzer und hohen Sanierungskosten. Als sich dann auch der Bau eines Jugendzentrums zerschlug, für das die Vereine bei aktiver Beteiligung ein Nutzungsrecht erhalten hätten, taten sich 2005 die Vertreter der Institutionen zusammen.

Erbbaupacht für 99 Jahre

Eine Halle sollte als Anbau ans Feuerwehrhaus her. „Der als Spielplatz genutzte Grund gehört der Kirchengemeinde, die hat es uns auf Erbbaupacht für 99 Jahre überlassen“, sagt MTV-Chef Frank Tilgner. Nun war die Finanzierung des fast 274 000 Euro teuren Projekts zu organisieren. Es gab 47 300 Euro Fördermittel. Um den Kredit von 120 000 Euro abzusichern, verdoppelte der MTV die laut Tilgner sehr geringen Vereinsbeiträge und führte die Unterscheidung zwischen aktiven und passiven Sportlern ein. „Bei uns im Ort sind viele aus Tradition im Verein, etwa die, die zu Schützenfesten kommen.“

Vermietung an Feuerwehrverein

Weitere Säulen der Finanzierung sind eine Vermietung auf zehn Jahre an den Förderverein der Feuerwehr, damit der Musikzug dort proben und spielen kann. „Die haben sich bei der Miete sehr großzügig gezeigt“, sagt der MTV-Chef. Auch die Praxis, die Halle mindestens zehnmal im Jahr für private Veranstaltungen zu vermieten, gehört zur Planung. „Mittlerweile ist das Interesse auch von außerhalb so groß, dass wir bei 20 einen Schnitt machen und die Preise erhöht haben.“

Heute zeigt Tilgner stolz die Halle, die als Anbau ans Feuerwehrhaus errichtet wurde. Nicht als reiner Ort für die Sportler, sondern für alle Vereine und Institutionen des Ortes. Entsprechend gibt es auch einen Sportboden mit Parkett, eine Küche mit Zapfanlage, eine eingebaute Schießwand für Bogen und Luftgewehr, eine Akustikdecke, um dem Musikzug der Feuerwehr entgegenzukommen, sowie einen Stuhlraum, der auch als Bar genutzt werden kann. „Alle waren beteiligt“, resümiert Tilgner. Bauherr sei der MTV schließlich geworden, weil der Verein als einziger Zuschüsse vom Regionssportbund und der Stadt sowie den Finanzierungskredit bekommen konnte.

Dass die Halle am 28. Juli 2007 nur zweieinhalb Jahre nach der ersten Idee und neun Monate nach dem ersten Spatenstich eröffnet werden konnte, sei den Wasselern zu danken, die sich mit Spenden über exakt 34 470,41 Euro und 4858 Arbeitsstunden beteiligt haben. Der Bauunternehmer kam aus dem Ort, habe seinen Bauhof an die Kirche verlagert und den Verein mit vielem unterstützt, sagt Tilgner. „Sonst hätten wir das nicht so gewuppt.“ Zahlreiche Rentner und Frührentner hätten Arbeiten erledigt. Und Jürgen Frenger habe nicht nur die Bauaufsicht übernommen, sondern überall mit angepackt, erzählt der MTV-Chef mit Hochachtung: „Er alleine hat 805,5 Stunden gemacht.“

Der Hallenboden ist extra mit Parkett ausgelegt worden, damit er auch als Veranstaltungsraum dienen kann.

 

 

 

 

Drucken E-Mail

HAZ vom 17.03.2017

MTV Wassel verleiht 49 Abzeichen

Aktives Ehepaar schafft 100. Urkunde

Wassel. Die Sport- und Laufabzeichen des Jahres 2016 hat Gudrun Tilgner wieder in der Sporthalle Wassel verliehen. Hierfür hatte der MTV Wassel alles im Vorfeld gut organisiert. So bauten die Sportler der Männerfitness bereits am Vorabend die Tische und Stühle auf, und vier fleißige Helfer deckten alles ein und bestückten die Reihen mit netten Frühlingsblumen.

Dieses Jahr gab es erneut ein Jubiläum zu feiern: Ein im MTV Wassel schon immer aktives Ehepaar hat gemeinsam 100 Sportabzeichen erkämpft!

Insgesamt wurden in Wassel 35 Erwachsene und 14 Kinder mit dem Sportabzeichen geehrt, es gab 49 Sportabzeichen. Dazu kommen noch zwei „Wasseler Runden“ – eine Anerkennung für die unter Sechsjährigen, die noch kein Sportabzeichen ablegen dürfen. Auch sechs Familiensportabzeichen wurden verteilt.

 

Drucken E-Mail

 

SEHNDE NEWS vom 06.03.2017

Verleihung der Sport- und Laufabzeichen beim MTV Wassel

Gudrun Tilgner hatte wieder geladen. Am 25. Februar sollten in der Sporthalle Wassel wieder die Sport- und Laufabzeichen des Jahres 2016 verliehen werden. In der Halle war alles im Vorfeld gut organisiert worden. So hatte die Gruppe „Männerfitness“ bereits am Vorabend die Tische und Stühle aufgebaut und drei fleißige Helfer aus dem Hause Huszar alles eingedeckt und mit netten Frühlingsblumen bestückt.

Die Sieger der Sportabzeichen 2017 beim MTV Wassel – Foto: S. Huszar

Dieses Jahr gab es zudem wieder ein Jubiläum zu feiern. Helmi Langer hat das 45. und Werner Langer 55. Sportabzeichen erkämpft. Als Ehepaar also insgesamt 100 Sportabzeichen! Das war ein Grund zum Feiern. Es zeigt aber auch wieder, dass man über so viele Jahre ein gemeinsames Hobby pflegen kann. Beide waren bei den Sonnabendterminen des Sportabzeichens auf dem Sportplatz immer aktiv, so wie beide auch im MTV Wassel sind aktiv. Daneben besucht Helmi die Pilates- und die Rückenschule, und Werner sportelt beim Walking, Herrenfitness und der Rückenschule. Die Vereinsführung gratulierte an diesem Abend zu so einem motivierten Sportsgeist und freut sich, dass die Beiden auch weiterhin dem Verein treu bleiben.

Doch das Ehepaar Langer war ja nicht der einzige Akteur auf dem Sportplatz gewesen. Insgesamt wurden in Wassel 35 Erwachsene und 14 Kinder mit dem Sportabzeichen geehrt, also insgesamt 49 Sportabzeichen plus zwiemal die „Wasseler Runde“ für die Kleinen, dass sind zweimal 400 Meter; dafür erhalten die Kleinen ebenfalls vom Verein eine Anerkennung. Auch sechs Familiensportabzeichen wurden verteilt. Alle Frauen bekamen zusätzlich eine Rose, die Herren das Hüftgold, die Kinder natürlich kindgerechtes Süßes. Alles in allem ein hervorragendes Ergebnis für das Jahr 2016, das zeigt, dass die Wasseler ein sportbegeistertes Dorf sind und beim MTV Wassel vieles möglich ist.

Auch im Jahr 2017 wird wieder um die begeherten Abzeichen gekämpft. Die drei Sonnabendtermine für den MTV Wassel jeweils um 11 Uhr sind am 20.Mai, 22.Juli und 23. September. Zusätzlich jeweils mittwochs von Juli bis September ab 17.30 Uhr. Die Wettkämpfer treffen sich wie immer auf dem Sportplatz in Sehnde an der Chausseestraße.

 

 

 

Drucken E-Mail

SEHNDE NEWS vom 29.10.2016

Lebensrettende Maßnahmen einfacher als rückwärts einzuparken

Unter dem Motto „Lebensrettende Maßnahmen sind einfacher als rückwärts einparken“ hat Frank Risy, Lehrrettungsassistent aus Stade am vergangenen Sonnabend 44 interessierten Mitgliedern des MTV Wassel die Einfachheit der lebensrettenden Maßnahmen nahe gebracht. Das wichtigste Thema des Kurses war es, die Hemmschwelle abzubauen, an eine bewusstlose Person heranzutreten und sie anzufassen. Sorgen wie, „ich habe Angst, etwas falsch zu machen“, oder „ich weiß nicht, was ich tun soll“, sollten ausgeräumt werden.

Für jeden Teilnehmer gab es von Frank Risy eine Übungspuppe für die Herzdruckmassage – Foto: Kai Nussbaum

Nach den Themen Atemwegskontrolle, Lagerung selbständig atmender Bewusstloser und richtiger Notruf, ging es an „die heilige Kuh“ der Rettungsmedizin: die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Da fielen Schlagwörter wie „1:15“, „30:2“, „verschmiertes Gesicht“, „unteres Brustbeindrittel“, also viel Verwirrendes, das kostbare Sekunden kostet oder sogar den Ersthelfer vom Helfen abhält. Fazit war, dass bis der Rettungswagen nach zehn bis 15 Minuten eintrifft, ist eine gute Herzdruckmassage viel, viel wichtiger ist als eine schlechte Beatmung, weil sich noch genug Sauerstoff im Körper gelöst befindet. Also, Hand aufs Herz und pumpen, pumpen, pumpen – außer Patient wehrt sich dagegen.

Ein wichtiges Thema wurde dann noch der Sinn und die Handhabung eines Defibrillators. Nach den Ausführungen war allen Anwesenden klar, dass man so einen „Defi“ auch in Wassel braucht. So bedankten sich die Veranstalter dann im Anschluss auch gleich bei den Teilnehmern für ihre Spenden zur Anschaffung dieses Defibrillators von insgesamt 113,40 Euro. Auch die besonderen Leistungen von Gudrun Tilgner im Rahmen der Teilnehmerverwaltung und Sylke Nussbaum für das leckere Catering wurden hervorgehoben. Dem Referenten Frank Risy galt am Schluss der Dank aller Teilnehmer für das geniale Training, insbesondere aber für seine filmreife Ausführung zur „Veränderung der Intermammillarlinie im Alter“, bei der die Auszubildenden vor Lachen fast auf dem Boden lagen.

 

 

Drucken E-Mail